Der Förderkreis der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wurde 1998 ins Leben gerufen. Seit 1998 im Vorstand, wurde ich 2011 nach der Verabschiedung von Prof. Dr. Achim Krämer zur Vorsitzenden gewählt.

Inzwischen mit 142 Mitgliedern, hat sich der Förderkreis der wichtigsten Aufgabe des Museums angenommen, den Bestand durch den Ankauf bedeutender Kunstwerke zu mehren. So konnten Gemälde von Johann Wilhelm Schirmer, von Alexander Kanoldt, Imi Knoebel, Raimund Girke, Günther Uecker, Hans Ullman, Grafik von François Bonvin, Max Beckmann, Jean-Honore Fragonard oder die 32 der 36 erhaltenen Büsten „Die Berühmtheiten des Juste Milieu“ von Honore Daumier für die Sammlung erworben werden.

2011 gelang es dem Förderkreis, eine in bayrischem Privatbesitz befindliche Altartafel, ein Hauptwerk der Spätgotik am Oberrhein mit der Darstellung der Hl. Dorothea und Hl. Barbara, auf ornamentiertem Goldgrund (um 1490)  zu erwerben und damit die drei schon vorhandenen Gemälde eines Flügelaltars des Benda-Meisters in der Kunsthalle zu komplettieren.

Der Förderkreis begleitet aber auch Projekte wie 2014 die Restaurierung  von Matthias Grünewalds großartiger „Kreuzigung". Er wurde gebeten, die Restaurierung  des seit Jahren in hochkomplizierten Arbeitsgängen bearbeiteten Hauptwerks der Kunstgeschichte mit einem namhaften Beitrag zu unterstützen. Auf diese Weise wurde es möglich, durch Schaffung zweier zusätzlicher Arbeitsplätze die Restaurierung wesentlich zu beschleunigen, um das Werk der Öffentlichkeit in wenigen Jahren wieder zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Projekt war 2016 der Rückkauf eines restituierten Gemäldes aus der bedeutenden Kunstsammlung des Leipziger Verlegers Rudolf Mosse. Es handelt sich um Karl Blechens Gemälde, „Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco“ (1832), das zu den Hauptwerken der Sammlung des 19. Jahrhunderts der Kunsthalle gehört. Es war seinen jüdischen Vorbesitzern NS-verfolgungsbedingt entzogen worden. Dank des glücklichen Zusammenwirkens der Erben mit öffentlichen Förderern sowie dem Förderkreis mit der Fontana-Stiftung konnte das Gemälde der Kunsthalle erhalten bleiben.

2017 sammeln die Förderkreismitglieder für  den Ankauf einer „Wolkenstudie“ (um 1825) von Johan Christian Clausen Dahl, die die Sammlung der Kunsthalle bereichern wird.

Von entscheidender Bedeutung ist jedoch auch die ideelle Unterstützung der Kunsthalle durch die Mitglieder des Förderkreises - eine Geste, die sich auf das Schönste bewährt hat.

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